Was ist offene Kinder- und Jugendarbeit?

Die offene Kinder- und Jugendarbeit begleitet und fördert Kinder und Jugendliche auf dem Weg zur Selbstständigkeit. Dabei setzt sie sich dafür ein, dass Kinder und Jugendliche im Gemeinwesen partnerschaftlich integriert sind, sich wohl fühlen und an den Prozessen unserer Gesellschaft beteiligt werden.

Kinder und Jugendliche an den Prozessen unserer Gesellschaft beteiligen heisst: Ressourcen vor Defizite stellen, Selbstwert aufbauen, Selbstbewusstsein fördern, Selbstwirksamkeit zulassen, Identifikation mit der Gesellschaft schaffen, integrieren und Gesundheitsförderung betreiben.

Die offene Kinder- und Jugendarbeit versteht sich als Mittlerin zwischen Kindern, Jugendlichen, Eltern und den übrigen Anspruchsgruppen. Sie folgt mit geeigneten animatorischen und partizipativen Methoden der Vision.

Die Mitarbeitenden in der offenen Kinder – und Jugendarbeit sind als Fachfrauen und Fachmänner professionell ausgebildet. Sie verfügen über ein breites Instrumentarium, um Problemlösungsprozesse zu initiieren, Kinder – und Jugendliche zu beteiligen und Netzwerke zu aktivieren.

 

Stellung der offenen Kinder-und Jugendarbeit

Die offene Kinder- und Jugendarbeit ist ein Teilbereich der professionellen Sozialen Arbeit mit einem sozialräumlichen Bezug und einem soziokulturellen, pädagogischen und gesellschaftspolitischen Auftrag. Ein wesentliches Merkmal der offenen Kinder- und Jugendarbeit ist die informelle Bildung (Entwicklung von Selbst- und Sozialkompetenz) junger Menschen in einer Lebensphase, die durch wichtige psychosoziale und physische Entwicklungsschritte geprägt ist.

 

Im Kanton Bern lässt sich die offene Kinder- und Jugendarbeit wie folgt definieren:

Offene Kinder- und Jugendarbeit umfasst die von den Gemeinden in Zusammenarbeit mit dem Kanton bereitgestellten professionellen pädagogischen Angebote, welche Kinder und Jugendliche stützen (Prävention), fördern (Partizipation) und ihnen einen angemessenen Platz in unserer Gesellschaft ermöglichen (Integration).

Die Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit richten sich primär an alle Kinder und Jugendlichen zwischen 6 und 20 Jahren sowie an deren Bezugspersonen und deren Umfeld, insofern die Interessen der Kinder und Jugendlichen im Zentrum stehen.

Für die Gruppe der primären Leistungsempfangenden – Kinder und Jugendliche – ist eine weitere Segmentierung sinnvoll. Angesichts des direkten Zusammenhangs zwischen Alter, Entwicklungsstand und Bedürfnis drängen sich dabei soziodemografische Merkmale auf.

 

Kinder 6 bis 11 Jahre

Kinder im Einzugsbereich der obligatorischen Schulbildung. Mit Eintritt in Kindergarten und Schule erweitern sie ihren Aktionskreis und werden im öffentlichen Raum dauerhaft wahrgenommen. Auseinandersetzung mit sich und ihrer Umwelt im Rahmen der Eingliederung in die Gesellschaft.

 

Jugendliche 12 bis 20 Jahre

Jugendliche zwischen Pubertät und erster Integration in die Erwachsenengesellschaft. Vielfältige Herausforderungen der Alltagsbewältigung: Berufswahl, Ausbildung, Ablösung vom Elternhaus, Wertedefinition, Suche nach Werten, Umgang mit Sucht, Genuss und Konsum.

Quelle: www.voja.ch;  Voja – Verband der offenen Kinder-und Jugendarbeit im Kanton Bern

 

Leistungsbereiche, Wirkungsziele, Leitsätze und Arbeitsfelder wie offenes Raumangebot, geschlechtsbezogene Arbeit, Projektarbeit, Gesundheitsförderung, Elternarbeit, Vernetzung und Beratung dem Konzept (ab Seite 17) entnehmen.

 

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